Neubrandenburg 16.06.2026
Verwundert zeigt sich die AfD-Kreistagsfraktion über die öffentliche Ablehnung eines Sonderausschusses durch Teile der Verantwortlichen. Gerade nach den Ereignissen der vergangenen Jahre wäre eine transparente und umfassende Aufarbeitung aus Sicht der Fraktion ein wichtiges Signal an die Feuerwehren und die Bürger des Landkreises.
„Wenn innerhalb weniger Jahre bereits drei Kreiswehrführer ihr Amt verloren haben oder ihre Tätigkeit nicht fortsetzen konnten, besteht aus unserer Sicht ein berechtigtes öffentliches Interesse an einer gründlichen Untersuchung der Ursachen. Umso mehr stellt sich die Frage, warum eine solche Aufarbeitung teilweise kritisch gesehen wird“, erklärt die AfD-Kreistagsfraktion.
Die Fraktion betont ausdrücklich, dass es dabei nicht um Vorverurteilungen einzelner Personen gehe. Vielmehr müsse geklärt werden, ob strukturelle Defizite, unklare Zuständigkeiten oder Kommunikationsprobleme zwischen Kreisverwaltung, Kreiswehrführung, Kreisfeuerwehrverband und weiteren Beteiligten zu den wiederkehrenden Konflikten beigetragen haben.
„Wer von der eigenen Arbeit überzeugt ist, sollte Transparenz nicht fürchten. Ein Sonderausschuss bietet die Chance, offene Fragen sachlich aufzuarbeiten, Vertrauen wiederherzustellen und die Rahmenbedingungen für die Feuerwehren dauerhaft zu verbessern. Deshalb erwarten wir von allen Beteiligten die Bereitschaft, an einer ehrlichen Aufklärung mitzuwirken.“
Für die AfD-Kreistagsfraktion bleibt daher die zentrale Frage bestehen:
Warum soll eine unabhängige politische Aufarbeitung unterbleiben, wenn die wiederholten personellen Konflikte an der Spitze des Kreisfeuerwehrwesens offensichtlich auf einen tieferliegenden Klärungsbedarf hindeuten?
AfD-Kreistagsfraktion Mecklenburgische Seenplatte
Karlo Schmettau
Fraktionsgeschäftsführer der AfD-Kreistagsfraktion MSE

Hinterlasse einen Kommentar