
Pressemitteilung
AfD-Kreistagsfraktion MSE fordert sachliches Wolfsmanagement – Schutz des ländlichen Raumes stärken
Die AfD-Kreistagsfraktion Mecklenburgische Seenplatte wird einen Antrag zur Entwicklung der Wolfspopulation und zu einem praxistauglichen Wolfsmanagement in den Kreistag einbringen. Ziel ist es, die Auswirkungen der zunehmenden Wolfspräsenz im Landkreis systematisch zu erfassen und konkrete Handlungsempfehlungen für Politik und Verwaltung abzuleiten.
„Wir erleben seit Jahren eine zunehmende Belastung für Weidetierhalter, Landwirte und viele Menschen im ländlichen Raum. Nutztierrisse, steigende Schutzkosten und wachsende Verunsicherung dürfen politisch nicht ignoriert werden“, erklärt die AfD-Kreistagsfraktion.
Der Antrag sieht unter anderem vor, die Entwicklung der Wolfspopulation im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte umfassend zu analysieren und die Folgen für Landwirtschaft, Weidetierhaltung, Tourismus sowie die Lebensqualität im ländlichen Raum zu bewerten. Gleichzeitig sollen bestehende Entschädigungs- und Unterstützungsmaßnahmen auf ihre Praxistauglichkeit überprüft werden.
Besonderes Augenmerk legt die Fraktion auf erfolgreiche Modelle anderer Bundesländer. So sollen Wolfsmanagementstrategien insbesondere aus Brandenburg, Sachsen und Niedersachsen ausgewertet und auf ihre Übertragbarkeit auf Mecklenburg-Vorpommern geprüft werden.
Die AfD-Kreistagsfraktion fordert dabei eine sachliche und ideologiefreie Debatte: Artenschutz und die berechtigten Interessen der Menschen im ländlichen Raum dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.
„Der Wolf ist Realität – aber auch die Sorgen der Menschen sind Realität. Wir brauchen ein Wolfsmanagement, das rechtssicher, praktikabel und am Alltag der Betroffenen orientiert ist“, so die Fraktion weiter.
Konkret sollen auf Grundlage der Erkenntnisse unter anderem Forderungen nach einer überarbeitung der landeseigenen Wolfsverordnung, erleichterten Entnahmen von Problemwölfen im bestehenden Rechtsrahmen, schnelleren und unbürokratischen Entschädigungen sowie einer besseren länderübergreifenden Zusammenarbeit geprüft werden.
Die AfD-Kreistagsfraktion sieht es als Aufgabe kommunaler Politik an, frühzeitig auf Entwicklungen zu reagieren und die Interessen des ländlichen Raumes entschlossen zu vertreten.
Karlo Schmettau
Fraktionsgeschäftsführer
AfD-Kreistagsfraktion Mecklenburgische Seenplatte
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