Pressemitteilung
Die Gedanken sind frei – geben wir unserer Demokratie wieder Vertrauen
Manchmal scheint es, als hätten wir verlernt, einander zuzuhören.
Wer heute eine andere politische Meinung vertritt, wird oft vorschnell in Schubladen gesteckt. Es wird nicht mehr gefragt, warum jemand so denkt, sondern häufig nur noch, auf welcher Seite er steht. Aus dem politischen Mitbewerber wird ein Gegner, aus dem Gegner ein Feind. Doch eine Demokratie, die nur noch Gleichgesinnte akzeptiert, verliert einen Teil ihres Wesens.
Wir glauben daran, dass die überwältigende Mehrheit der Menschen – unabhängig davon, ob sie konservativ, liberal, sozialdemokratisch, grün, links oder einer anderen demokratischen politischen Richtung nahesteht – ihre Überzeugungen nicht aus Bosheit vertritt. Sie möchte unser Land, unsere Heimat und die Zukunft unserer Kinder nach bestem Wissen und Gewissen gestalten.
Niemand besitzt die Wahrheit allein.
Gerade deshalb braucht Demokratie den offenen Austausch. Sie lebt davon, dass unterschiedliche Vorstellungen aufeinandertreffen, miteinander ringen und sich an den besseren Argumenten messen. Wer andere Meinungen von vornherein ausschließt, nimmt der Demokratie ihre Luft zum Atmen.
Respekt bedeutet nicht, dem anderen recht zu geben. Respekt bedeutet, anzuerkennen, dass auch Menschen mit einer anderen politischen Überzeugung ernsthaft nach Lösungen suchen können. Erst wenn wir bereit sind, einander diese Aufrichtigkeit zuzugestehen, kann verlorenes Vertrauen wieder wachsen.
Unsere Gesellschaft braucht weniger Empörung und mehr Neugier. Weniger Etiketten und mehr Gespräche. Weniger gegenseitige Verachtung und mehr den Mut, auch unbequeme Diskussionen auszuhalten.
Die Gedanken sind frei. Sie dürfen unterschiedlich sein. Sie dürfen widersprechen. Sie dürfen herausfordern. Gerade darin liegt ihre Kraft.
Demokratie ist nicht die Herrschaft der Lautesten. Demokratie ist die Kunst, trotz unterschiedlicher Überzeugungen miteinander im Gespräch zu bleiben.
Die AfD-Kreistagsfraktion Mecklenburgische Seenplatte wünscht sich eine politische Kultur, in der Menschen nicht zuerst nach ihrer Parteifarbe beurteilt werden, sondern nach der Qualität ihrer Argumente, ihrer Integrität und ihrer Bereitschaft, Verantwortung für unser Gemeinwesen zu übernehmen.
Denn am Ende wollen die meisten Menschen dasselbe: in Frieden leben, ihren Kindern eine gute Zukunft ermöglichen und ihre Heimat ein Stück besser hinterlassen, als sie sie vorgefunden haben.
Vielleicht beginnt der Weg dorthin mit einem einfachen Schritt: dem Mut, dem Andersdenkenden wieder mit Respekt zu begegnen.
Die Gedanken sind frei. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass es auch der Austausch darüber bleibt.
Karlo Schmettau
Fraktionsgeschäftsführer
AfD-Kreistagsfraktion Mecklenburgische Seenplatte
Neubrandenburg, 16.07.2026

Hinterlasse einen Kommentar