Pressemitteilung

Krieg und Frieden: Diplomatie muss wieder Vorrang haben

Kreistagsfraktion fordert eine Rückkehr zu Sachlichkeit, Besonnenheit und diplomatischen Lösungen

Neubrandenburg – Wenn in Deutschland eine Drohne gesichtet wird, eine Stromleitung beschädigt wird, Waffen aufgefunden werden oder irgendwo ein sicherheitsrelevanter Vorfall geschieht, scheint die Erklärung inzwischen oftmals schnell gefunden: Russland soll verantwortlich sein.

„So einfach sollte man es sich nicht machen“, erklärt die AfD-Kreistagsfraktion Mecklenburgische Seenplatte. „Wer für einen Vorfall verantwortlich ist, muss anhand belastbarer Fakten ermittelt werden. Eine politische Vorverurteilung ersetzt keine Untersuchung und keine Beweise.“

Die Fraktion warnt davor, die Welt in ein simples Schema aus „Gut“ und „Böse“ einzuteilen. Schon in der Vergangenheit seien Konflikte und internationale Krisen immer wieder auf diese Weise dargestellt worden. Der jeweils erklärte Gegner werde zum alleinigen Verursacher gemacht, während komplexe politische, historische und geopolitische Zusammenhänge in den Hintergrund rückten.

„Heute ist es Russland, morgen ist es vielleicht ein anderer Staat oder eine andere Gruppierung. Der politische Reflex bleibt derselbe: Es wird ein Schuldiger präsentiert, und damit scheint die Erklärung abgeschlossen“, so die Fraktion.

Dabei müsse gerade in Zeiten zunehmender internationaler Spannungen ein anderer Grundsatz gelten: Erst aufklären, dann bewerten. Erst miteinander reden, bevor man weiter eskaliert.

Die AfD-Kreistagsfraktion Mecklenburgische Seenplatte bekennt sich ausdrücklich zu Frieden, Diplomatie, Dialog, Ausgleich und Kompromiss. Unterschiedliche Interessen und politische Gegensätze ließen sich nicht immer sofort lösen. Gerade deshalb sei es notwendig, Gesprächskanäle offenzuhalten und nach Lösungen zu suchen, die eine weitere Eskalation verhindern.

„Diplomatie ist kein Zeichen von Schwäche. Diplomatie bedeutet, Konflikte zu lösen, bevor Menschen sterben. Wer Frieden will, muss bereit sein, miteinander zu sprechen – auch mit politischen Gegnern.“

Die Fraktion fordert deshalb einen sachlicheren Umgang mit internationalen Konflikten und sicherheitsrelevanten Ereignissen. Mutmaßungen und politische Schuldzuweisungen dürften nicht an die Stelle einer sorgfältigen Aufklärung treten.

Unser Maßstab bleibt klar: Frieden statt Eskalation, Diplomatie statt Säbelrasseln und Ausgleich statt Feindbilder.

Fraktionsgeschäftsführer der AfD-Kreistagsfraktion

Karlo Schmettau

Neubrandenburg

03.09.2026