AfD-Fraktion fordert konsequentes Handeln: 250.000 Euro mehr für Schulsozialarbeit im Landkreis

Explodierende Gewaltzahlen an Schulen – finanzschwache Kommunen dürfen nicht länger allein gelassen werden

Die AfD-Kreistagsfraktion Mecklenburgische Seenplatte bringt einen Haushaltsänderungsantrag ein, mit dem die Mittel für die Schulsozialarbeit im Landkreis um 250.000 Euro erhöht werden sollen. Hintergrund sind stark zunehmende Gewalt- und Drogenprobleme an Schulen sowie die finanzielle Überforderung vieler Kommunen.

„Die Entwicklung an unseren Schulen ist alarmierend. Wer angesichts explodierender Polizeieinsätze weiter abwartet, handelt fahrlässig“, erklärt Robert Schnell, Fraktionsvorsitzender der AfD-Kreistagsfraktion. „Schulsozialarbeit ist kein freiwilliger Luxus, sondern ein zentrales Instrument zur Sicherung von Ordnung, Prävention und Bildungsfähigkeit.“

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im Schulamtsbereich Neubrandenburg stieg die Zahl der Polizeieinsätze von 12 im Jahr 2020 auf 92 Einsätze im Jahr 2024. Aus Sicht der AfD-Fraktion ist dies ein klarer Beleg dafür, dass bestehende Präventionsstrukturen nicht ausreichen.

Der Antrag sieht vor, zusätzlich zur bisherigen Finanzierungsstruktur
(50 % ESF-Mittel, 40 % Kommunen, 10 % Landkreis) einen kreislichen Hilfsfonds einzurichten. Aus diesem sollen Schulsozialarbeiterstellen für finanzschwache Kommunen künftig zu 90 % aus Kreismitteln und nur zu 10 % aus kommunalen Eigenmitteln finanziert werden können.

„Viele Städte und Gemeinden können ihren Eigenanteil von bis zu 70.000 Euro pro Stelle schlicht nicht mehr aufbringen. Das führt dazu, dass dringend benötigte Schulsozialarbeit genau dort ausfällt, wo sie am nötigsten wäre“, so Enrico Schult  „Wir wollen diesen Zustand beenden.“

Als konkretes Beispiel nennt die Fraktion die Stadt Malchin, die trotz vorhandenen Bedarfs Schwierigkeiten hat, Schulsozialarbeit an einzelnen Schulen – etwa an der Grundschule Pestalozzi – aus eigenen Mitteln zu finanzieren.

Die beantragten zusätzlichen Mittel sollen aus den Landesmitteln des Kommunalgipfels vom 19. November 2025 stammen. Eine zusätzliche Belastung des regulären Kreishaushalts ist nach Angaben der AfD-Fraktion nicht vorgesehen.

„Wer immer neue Mittel für ideologische Projekte findet, darf sich nicht wegducken, wenn es um Sicherheit und soziale Stabilität an unseren Schulen geht“, betont Robert Schnell. „Unser Antrag ist pragmatisch, finanzierbar und dringend notwendig.“

Die AfD-Kreistagsfraktion fordert die übrigen Fraktionen auf, den Antrag sachlich zu bewerten und dem Schutz von Schülern, Lehrkräften und Schulen Vorrang vor parteipolitischen Erwägungen einzuräumen.